Schwerpunkt Antidiskriminierung

Grafik AntidiskriminierungGesellschaftliche Ungleichverhältnisse äußern sich in vielfältigen Formen.
Zum Beispiel in Form von Gesetzen wie dem Asylrecht, HartzVier oder dem Arbeitsrecht. Auch wirken sie in Chancen und Möglichkeiten hinein, was den Zugang zu gutem und nahrhaftem Essen, Bildung und Beruf betrifft. Sie wirken auf die Bewegungsfreiheiten und das Recht auf ein angstfreies Leben. Sie wirken aufgrund dessen auch in unsere alltäglichen Szenen und Erfahrungen ein, werden Teil unserer Freundschaften, unseres Sexlebens, unserer Arbeitsverhältnisse.

Ungleichverhältnisse und daraus resultierende Ausschlüsse sind daher nicht nur strukturell bedingt, sondern finden sich auch in unseren persönlichen Denk- und Verhaltensräumen wieder. Dieses zu reflektieren und daran zu arbeiten, um emanzipatorische Organisationsformen zu ermöglichen, halten wir für unabdingbar.
Dies beinhaltet auch, Ausgrenzungen und Benachteiligungen, welch unterschiedlicher Art und Weise sie auch sein mögen, als miteinander verbunden zu betrachten.
Für uns bedeutet der Schwerpunkt Antidiskriminierung, sich für eine Bewusstmachung und Infragestellung erlernter Barrieren und normativer Denkmuster einzusetzen.

Wir begreifen Antidiskriminierung als einen politischen Auftrag für alle!

Wir möchten diesen Raum also explizit als einen Raum anbieten, in dem sich vor allem Menschen treffen, diskutieren und erholen können, die in dieser Gesellschaft von Diskriminierung betroffen sind bzw. sich gegen Diskriminierung organisieren.
Wir stellen uns vor, dass dies ein Raum werden kann, in dem hart und zart gestritten und gelacht wird, Bündnisse gesucht und Revolutionen nicht aus dem Herzen verdammt werden.

Wir möchten, dass dieser Raum ein heilsamer Ort für das Zusammenkommen ist.