Der Schwerpunkt Antidiskriminierung

Wir möchten diesen Raum explizit solchen Menschen öffnen, die in dieser Gesellschaft von Diskriminierung betroffen sind, bzw. sich gegen Diskriminierung einsetzen.

Diskriminierung und gesellschaftliche Ungleichverhältnisse äußern sich in vielfältigen Formen, wie dem Asylrecht, Hartz-IV oder dem Arbeitsrecht und Steuerrecht. Sie wirken in Chancen und Möglichkeiten hinein, was den Zugang zu gutem und nahrhaftem Essen, Bildung und Arbeitsplätzen betrifft. Sie schränken die Bewegungsfreiheit und das Recht auf ein angstfreies Leben ein. Sie wirken aufgrund dessen auch in unsere alltäglichen Erfahrungen ein, werden Teil unserer Freundschaften, unseres Sexlebens, unserer Arbeitsverhältnisse.

Ungleichverhältnisse und daraus resultierende Ausschlüsse sind daher nicht nur strukturell bedingt, sondern finden sich auch in unseren persönlichen Denk- und Verhaltensmustern wieder. Dies zu reflektieren und daran zu arbeiten, um emanzipatorische Organisationsformen zu ermöglichen, halten wir für unabdingbar. Das beinhaltet auch, Ausgrenzungen und Benachteiligungen, welch unterschiedlicher Art und Weise sie auch sein mögen, als miteinander verbunden zu betrachten. Viele Menschen haben im Alltag mit massiven Mehrfachdiskriminierungen zu kämpfen.

Für uns bedeutet der Schwerpunkt Antidiskriminierung nicht nur eine klare Absage an Homo-, Bi- und Trans*phobie sowie Rassismus oder Diskriminierung wegen sozialer Herkunft, Bildungshintergrund, Alter und/oder Armut, sondern auch eine Bewusstmachung eigener Priviliegien und Infragestellung normativer Denkmuster.